Datensouveränität im KI-Zeitalter
Wie Unternehmen KI-Fähigkeiten aufbauen, ohne Datenkontrolle zu verlieren — Referenzarchitektur mit Datavault Builder, Exasol und Open-Source-LLMs.
KI verändert grundlegend, was Enterprise-Datenplattformen leisten müssen. Doch je mehr Daten Modelle benötigen, desto dringlicher wird eine zentrale Frage: Wie baut man KI-Fähigkeiten auf, ohne die Kontrolle über die eigenen Daten aufzugeben? In diesem Webinar gehen Carsten Schweiger (Pre-Sales Consultant, Datavault Builder), Till Sander (CTO, areto.group) und Dirk Beerbohm (Partner Solution Architect, Exasol) das Thema Datensouveränität direkt an — und zeigen, wie Open-Source-LLMs, ein gesteuertes Data Warehouse und hochperformante Analytics zusammenwirken können.
Unterstützt von STACKIT — der europäischen Sovereign Cloud.
Warum Datensouveränität jetzt entscheidend ist
KI-Modelle sind Allzwecktechnologien — das dritte große technologische Zeitalter exponentiellen Wachstums nach dem Buch (Wissen) und dem Dampf (Wertschöpfung). Till Sander eröffnet mit diesem historischen Rahmen: Jede Ära exponentiellen Wachstums hat die Gesellschaft grundlegend verändert — das KI-Zeitalter bildet keine Ausnahme.
Das Problem: Die meisten KI-Implementierungen setzen standardmäßig auf Hyperscaler-Modelle (OpenAI, Google, Anthropic), bei denen Ihre Daten für die Inferenz die eigene Umgebung verlassen. Für Unternehmen in regulierten Branchen — Banking, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor — ist das ein grundlegender Blocker. Open-Source-LLMs verändern diese Gleichung. Modelle wie Llama oder Mistral können vollständig innerhalb der eigenen Infrastruktur betrieben werden — in einer Sovereign Cloud oder On-Premises — ohne dass Daten Ihre Kontrolle verlassen.
Die dreilagige Antwort: DWH-Automatisierung + Exasol + Open-Source-LLMs
Das Webinar demonstriert eine Referenzarchitektur, die drei Komponenten kombiniert:
1. Datavault Builder — governed Data Foundation Datavault Builder baut das Enterprise Data Warehouse, das alles Nachgelagerte speist. Der modellgetriebene Ansatz garantiert automatisches Lineage, Audit Trails und Dokumentation — die Governance-Schicht, die KI-Ergebnisse vertrauenswürdig macht. Business-User erhalten saubere, kontextangereicherte Data Products im Gold Layer, bereit für BI- und KI-Workloads.
2. Exasol — In-Memory-Analytics-Engine Exasol liefert die hochperformante Abfrageschicht zwischen Data Warehouse und KI-Modellen. Die In-Memory-Architektur bewältigt die analytischen Workloads, die LLMs für Grounding benötigen, ohne die Latenzprobleme herkömmlicher Spaltendatenbanken. In Kombination mit Datavault Builders strukturierten Output-Schichten laufen Abfragen gegen saubere, dokumentierte Daten — nicht gegen Roh-Staging-Daten.
3. Open-Source-LLMs auf STACKIT STACKIT stellt die souveräne europäische Cloud-Infrastruktur bereit. Open-Source-LLMs (als Inferenz-Endpunkte innerhalb der souveränen Umgebung betrieben) können die Exasol-Schicht per natürlicher Sprache abfragen — Fragen stellen, Berichte generieren und Agentic Workflows bedienen — ohne dass Daten den europäischen Regulierungsrahmen verlassen.
Was das für KI-Governance bedeutet
Das zentrale Architekturprinzip: KI arbeitet mit den Daten, die Sie bereits steuern. Es gibt keinen separaten KI-Daten-Lake, keine Schattenkopie, keine neue Pipeline zum Pflegen. Dasselbe Data-Vault-Modell, das Ihre BI-Berichte antreibt, treibt auch Ihre KI-Abfragen an. Das bedeutet:
- Jedes KI-Ergebnis ist über automatisches Lineage auf eine Quelltabelle zurückverfolgbar
- Geschäftsregeln, die in der Business-Vault-Schicht angewendet werden, gelten gleichermaßen für KI-Abfragen
- DSGVO-Compliance, Data Residency und Zugriffskontrollen werden geerbt — nicht nachträglich aufgesetzt
- Open-Source-Modelle können ohne Vendor-Lock-in aktualisiert, auditiert und ersetzt werden
Für wen diese Architektur relevant ist
Diese Architektur ist am relevantesten für:
- Regulierte Branchen (Banking, Versicherung, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor), in denen Daten die EU nicht verlassen dürfen oder unter der Kontrolle der Organisation bleiben müssen
- Unternehmen, die bereits Datavault Builder einsetzen und ihre Datenplattform um KI erweitern möchten, ohne die Governance-Schicht neu aufzubauen
- Datenteams, die souveräne KI evaluieren und eine konkrete Referenzarchitektur benötigen — kein reines Vendor-Pitch
Möchten Sie sehen, wie das in Ihrer Datenumgebung funktioniert? Buchen Sie eine kostenlose 20-minütige Demo — wir führen Sie durch die für Ihren Anwendungsfall relevante Architektur.